Kulturerbestätte

- Name: Corral del Conde
- Andere Namen: Old Count's Corral
- Code: 01410910050
- Charakterisierung: Architektonisch
- Provinz: Sevilla
- Gemeinde: Sevilla
- Autonome Gemeinschaft: Andalusien
- Kategorie: Denkmal Nr. 51
- Status: Registriert
- Status: BIC – Kulturgut
- BOE: 18.01.1980
- Nuance: Ausgerufene autonome Gemeinschaft. Früher L/85
Technische Beschreibung
Es handelt sich um einen großen Pferch, möglicherweise den interessantesten der Stadt, und er befindet sich in der Santiagostraße.
Das Gebäude ist um einen L-förmigen Innenhof angeordnet, wobei sich in der Mitte des kürzeren Schenkels ein freistehender Anbau befindet. Es weist an beiden Fassaden und Brandmauern jeweils ein einzelnes Achsenfeld auf und ist dreigeschossig, wobei sich das Geschoss im freistehenden Anbau auf zwei reduziert.
Die zum Innenhof gerichteten Innenfassaden bestehen allesamt aus Stürzgalerien, deren Höhe nach oben hin abnimmt und die von Holzpfosten mit Kragsteinen getragen werden. Die Böden dieser Galerien sind ebenfalls aus Holz gefertigt und mit Ziegeln ausgefüllt.
Die Zimmer öffnen sich zum Innenhof und sind über die Galerien und Treppenhäuser in jedem Joch erreichbar. Nach der Renovierung wurden die ursprünglichen Wohneinheiten vergrößert, meist durch Zusammenlegung zweier Einheiten zu einer neuen, die nun über eine Küche und ehemals gemeinschaftlich genutzte Badezimmer verfügt. Zudem wurden neue Treppenhäuser eingebaut, um die Wege im Inneren zu verkürzen.
Die Dächer der Außenwände sind einseitig geneigt, die des freistehenden Gebäudes zweiseitig geneigt und mit Keramikziegeln gedeckt.
Im Innenhof befindet sich ein Brunnen, der einst die umliegenden Waschplätze miteinander verband. Obwohl er heute gepflastert ist, war er vermutlich ursprünglich aus Erde.
Der Pferch sichert und isoliert das kollektive Leben im Inneren durch eine einzige Eingangstür im urbanen Maßstab.
Brunnen:
- Regionalregierung von Andalusien. Ministerium für Kultur.
- Francisco Collantes de Teran y Delorme. Sevillanische Zivilarchitektur. Unbekannt, 1976. 84-505-1306-5.
- José Hernández Díaz. Berichte und Vorschläge zu andalusischen Denkmälern. 1987, S. 171–275.
